1. Qualirunde zur Westdeutschen Jugendmeisterschaft 2026 in Olfen
17.01.2026
Stolberg, 17.1.2026
11 Stunden ins südliche Münsterland!
Am letzten Sonntag mussten unsere U 16 Oberliga Mädels zur ersten Qualifikationsrunde zur WVJ-Meisterschaft ins südliche Münsterland reisen. Der SUS Olfen hatte eingeladen und so machten sich die Eltern, das Team und eine unserer Schiedsrichterinnen um 7.30 Uhr auf den Weg. Es war die erste Qualirunde seit 8 Jahren für unseren Verein.
Samstags hatte es noch so ausgesehen das die Reise flachfallen würde, denn wegen Sturm und Schnee Chaos waren da sämtliche Jugendspiele unserer Abteilung abgesagt worden.
Nun gut, sonntags waren es unterwegs „nur“ minus 6 Grad und die Autobahnen weitgehendst frei, aber vorsichtiges Fahren war angesagt.
Die Mädels waren nervös aber doch Positiv unterwegs, denn wir hatten eigentlich nichts zu verlieren. Als 4. Unserer Oberligastaffel hatten wir diese Quali so gerade noch erreicht, aber was die Mädels puschte war, dass die letzten 5 Spiele in der Liga gewonnen wurden.
Unsere Gegner waren der SV Lünen, ungeschlagener Erster der Oberliga Staffel 6, der Gastgeber Olfen als Zweiter der OL-Staffel 4. Junkersdorf Köln als 3. Der OL-Staffel 1, also alles Teams mit großem Potential.
Bei einer Quali werden auf 2 Spielfeldern die Spiele der Teams parallel gespielt, so dass man 3 Spiele hintereinander spielen Muss. Der Spielplan wollte es, dass wir in der Reihenfolge der Platzierung in den OL spielen mussten, also zuerst gegen den 1. Lünen, dann gegen den 2. - Olfen und zum Schluss gegen Junkersdorf.
Die Vorgabe für unser Team war, gut zu spielen, um jeden Ball zu kämpfen und evtl. die Gegner zu ärgern und vielleicht einen Satz zu gewinnen, denn mit dem Erreichen der 1. Qualirunde war das Saisonziel bereits erreicht.
Doch die Mädels zeigten bereits im 1. Satz gegen Lünen, dass sie ohne Weiteres mitspielen konnten. Druckvolle Aufschläge und ein gutes Stellerspiel setzten die Lünener Mädels unter Druck und bei der Hälfte des Satzes stand es 12:12. Dann setzten sie die Gegnerinnen leicht ab bis zum 21:17. Dies war aber weniger ihrer Stärke geschuldet, als der Fehlerquote unserer Mädels. Die Annahme kam nicht mehr, und damit auch kein Druck aus unseren Angriffen. Nach der 2. Auszeit kamen die Mädels nochmal auf 20:22 ran, aber ein guter Angriff der gegnerischen Außenangreiferin, und wieder 2 Annahmefehler beendeten den Satz mit 21:25. Allen Mädels war klar, dass da mehr drin gewesen wäre, und so ging man sehr motiviert in den 2. Satz.
Der Satz war noch enger. Mitte des Satzes konnten die STG-Mädels sich auf 15:10 absetzen, aber Lünen erhöhte permanent den Druck, gestützt von einer überragenden Feldabwehr, die jede Menge angriffe entschärfte. Ausgleich war dann beim 17:17. Unsere Mädels kämpften wirklich um jeden Ball, konnten aber die 2:0 Niederlage nicht verhindern. Sie waren schon ein wenig enttäuscht.
Das 2. Spiel gegen Olfen fand in meinen Augen unter irregulären Verhältnissen statt, denn auf einer Spielfeldhälfte konnte man wegen der tiefstehenden Sonne überhaupt nichts sehen. So ging der 1. Satz sang und klanglos an Olfen mit 25:8. Kein Vorwurf von Außen, aber tiefe Enttäuschung innerhalb des Teams.
Olfen schien zu Beginn des 2. Satzes besser mit der Sonne klarzukommen, aber am Ende ging der Satz mit 25:20 an unsere Mädels. Bereits jetzt waren alle Erwartungen an das Team übertroffen. Dann der Tie-Break. Olfen wählte die „Schattenseite“ und es kam wie es kommen musste. Seitenwechsel beim Stand von 2:8 aus STG-Sicht. Kurze Ansprache, Thema „Never give up“ und weiter gings.
Olfen legte mit einem Netzroller weiter vor, Klaus nahm beim 8:12 seine letzte Auszeit. Ein glücklicher Hinterfeld Angriff brachte das 9:12. Der nächste Punkt ging leider wieder an Olfen, durch einen sehr sehr knapp verschlagenen Stolberger Angriff. Der Aufschlag wechselte danach beim 9:13. Aufschlagfehler Olfen ! 10:13, Angriffsfehler Olfen 11:13, Aufschlag Ass, 12:13, Auszeit Olfen. Nächstes Ass, 13:13. Die Nervosität besonders bei den mitgereisten Eltern war sehr hoch. Nächstes Ass, 14:13 Führung. Letzte Auszeit Olfen. Matchball: Dankeball für uns, dann ein cleverer Leger und das nicht mehr für möglich gehaltene 15:13 war da. Tobende Eltern, glückliche Kids, ein sehr zufriedener Trainer.

Jetzt ging es bei den letzten beiden Paarungen um den 2. Platz. Dazu mussten Lünen und wir gewinnen. Alle Trainer waren sich einig, dass man in Bezug auf der Sonne so nicht weiterspielen konnte. Es wurde umgebaut und Stolberg spielte auf dem Längsfeld gegen Junkersdorf, während Olfen und Lünen in eine kleinere Halle direkt nebenan wechselte.
Um es kurz zu machen, die STG-Mädels lieferten ihren schlechtesten Satz gegen Junkersdorf ab, lagen mit 16:20 hinten ehe eine gute Aufschlagserie die Wende brachte. Der Satz wurde mit 25:22 gewonnen, viel zu knapp. Im 2. Satz waren die Aufschläge durchweg druckvoll, und so konnten sich die STG-Mädels schnell absetzen. Als dann Junkersdorf Mitte des 2. Satzes 2 Aufstellungsfehler hatte war der Satz und damit das Spiel entschieden. 25:15 für Stolberg, und da zwischenzeitlich Lünen die Olfener Mädels 2:0 besiegten war das STG Team Zweite in dieser Quali Gruppe mit 4:2 Punkten und 4:3 Sätzen.

Dann fing das Zittern an, denn von den 6 Qualigruppen scheidet der Schlechteste Zweite aus. Nachdem 5 Gruppen fertig waren, waren wir immer noch schlechtester Zweiter, wenn auch nur um 5 Ballpunkte. Lediglich in der Qualigruppe A standen noch die beiden letzten Spiele aus. Bocholt stand schon als 1. Fest, dahinter Hellerhofen und SSF Bonn mit 2 Punkten und Schwelm mit 0 Punkten. Zunächst erschien das Ergebnis Bocholt-SSF Bonn mit 2:0 für Bocholt. Das letzte Spiel ließ auf sich warten. Sollte Schwelm einen Satz gegen Hellerhofen holen wäre unser Team qualifiziert. Erst um 19.25 Uhr stand das Ergebnis fest: Schwelm schlägt Hellerhofen 2:1, damit standen wir in der Quali B.
Ich bin überaus stolz auf die Mädels, denn sie haben sich alle großartig entwickelt. Vor der Saison wäre ich froh gewesen, wenn sie mehr als einen Satz gewinnen könnten, und jetzt gehört mein Team zu den Besten 20 Mannschaften in NRW. Glückwunsch.
Das erfolgreiche STG-Team bestand aus: Maya, Kaylie, Yousra, Ela, Maja, Lara, Susanne und Viktoria.
Danke auch an die Eltern und Co Trainerinnen Edda und Mia. Ihr seid eine große Unterstützung für das Team.
Als Bonbon obendrauf vergab die Westdeutsche Volleyballjugend eins der Quali B Turniere am 7.2.26 an uns. Auch da sind wir wieder der Underdog, denn die Gegner kommen aus der NRW-Liga (Hennen), oder haben ihre Qualigruppen deutlich gewonnen. (Wachtberg und Werden)
Wir werden aber wieder alles geben.
Klaus
