Schiedsrichterausbildung der Volleyballjugend 2017

04.09.2017 von Klaus Steinmetz

Stolberg, 4.9.2017

Wie in jedem Jahr müssen im Volleyball die teilnehmenden Mannschaften bei den Spieltagen von den Jugendklassen bis zur Damen Landesliga selbst ausgebildete Schiedsrichter(innen) stellen, damit keine zusätzlichen Kosten für externe "neutrale" Schiris anfallen.

Dies ist auch der Grund dafür, dass die Spieltage immer aus mehreren Spielen bestehen.

In der Jugend sind es in der Regel Dreierbegegnungen bei denen die jeweils spielfreie Mannschaft das Schiedsgericht stellt, bei den Damen gibt es immer Doppelspieltage mit 4 Mannschaften, bei denen die drittgenannte Mannschaft das Schiedsgericht von Spiel 1 stellt, und die Gastgeberinnen dann das Spiel 2 pfeifen.

Der Unterschied ist lediglich im Ausbildungsstand der jeweiligen Schiedsrichter(innen) zu sehen. Um alle Mädchen schon frühzeitig mit dem gesamten Regelwerk und der Anschreiber Anforderungen vertraut zu machen, wird immer während des Ostertrainingslagers eine komplette Schiedsrichterschulung von Klaus durch geführt. Hier lernen die ganz jungen Mädels bereits die Erwachsenen-Spielberichtsbögen kennen, lernen zusätzlich zu den Regeln und Handzeichen das sehr schwierige Ausfüllen des Bogens und bekommen dort auch Sonderregeln, die im normalen Spielbetrieb sehr selten auftauchen, kennen.

Damit sind selbst die Mädchen unter 12 Jahren bestens geschult um später die verschiedenen Schiedsrichterlizenzen zu erwerben.

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In der Jugend reicht eine sogenannte Jugendlizenz, die man mit dem Besuch eines 7 stündigen Lehrgangs erwirbt. Dabei werden die grundsätzlichen Regeln, die Schiedsrichterhandzeichen, das benötigte Equipment (Netzausführung, Antennen, Bälle, Spielberichtsbögen) und der organisatorische Ablauf geschult. Dazu müssen die Jugendlichen wissen welcher Schiedsrichter welche Aufgaben während eines Spiels hat.

Diese Lizenz kann mit 12 Jahren erworben werden, aber meistens sind die Teilnehmer(innen) älter.

Im letzten Jahr haben von der STG 8 Jugendliche diese Lizenz erworben, darunter 3 U 14 Spielerinnen, und 5 U 16 Spielerinnen.

In diesem Jahr haben wir nur Spielerinnen der ganz jungen Mannschaften ausgebildet.

Am Samstag fuhren 6 U 14 / U 16 Mädels nach Roetgen.

Am Ende des langen Tages durften sich Zoé, Ani, Anne, Kassandra, Aysenur und Katharina über die Jugendschiedsrichterlizenz freuen. Glückwunsch.

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Die nächst höhere Lizenzstufe ist die D-Lizenz, die bereits zum Leiten von Spielen bis zur Bezirksliga im Erwachsenenbereich befähigt.

Auch wenn im Moment noch keine Mannschaft in diesen Ligen spielt, ist es einfach logisch die interessierten Jugendschiedsrichterinnen weiter auszubilden.

An den D-Lizenz Ausbildungen nehmen normalerweise nur Erwachsenen Spieler und Spielerinnen teil, die in den entsprechenden Ligen spielen.

Die Ausbildung beträgt 7,5 Sunden, und ist in einem theoretischen-, und einem Praxisteil unterteilt. Im Theorieteil wird das Regelwissen nochmals vertieft.

Die Teilnehmer müssen am Ende dieses Teils einen Multiple-Choise Test schreiben, und zusätzliche Fragen zum Anschreibebogen beantworten.

Der Test umfasst 50 Fragen, die Bogen 5 weitere. Davon müssen mindestens 80 % richtig beantwortet werden. 

Danach müssen die Teilnehmer noch in der Halle praxisnah Spiele pfeifen. Dabei müssen sie auch die Positionen der Linienrichter einnehmen, und beide Schiedsrichteraufgaben (1. & 2. Schiri haben unterschiedliche Aufgaben) ausführen.

In diesem Jahr stellte die STG für diese Lizenz eine Sondergruppe, denn Kira, Alicja, Laura, Luisa und Anastasija, alle Jahrgang 2003-2004, waren mit großem Abstand die jüngsten Teilnehmerinnen des Lehrgangs. Viele Teilnehmer hätten auch gut und gerne ihre "Väter" sein können, zumindest vom Alter her.

Marco, einer unserer sehr engagierten Väter, rundete die Gruppe aus Stolberg ab.

Klaus war eigentlich klar, dass die Mädels zwar die Regeln und das Pfeifen in der Praxis gut beherrschten, aber er kannte auch die Tücken des schriftlichen Tests, bei dem oftmals versteckte Fangfragen enthalten sind. Deshalb hoffte er, dass zumindest 2 Mädels die Lizenz erwerben könnten. Um den Kids Beistand zu geben, fuhr er gestern Mittag extra nach Roetgen.

Nach dem schriftlichen Test waren die Mädels auch sehr unsicher, ob sie ihn bestanden hätten und tendierten eher zum Durchfallen.  

Nach einer halben Stunde des Wartens bekamen sie die Nachricht, dass sie alle bestanden hatten, und nicht nur dass, sondern alle hatten extrem wenig Fehler gemacht.

Jetzt war die Stimmung positiv, denn den Praxisteil fürchtete keins der Kids.

Alicja begann als 1. Schiedsrichter und Luisa als 2. Schiri. Dazu Marco an der Linie.

Anschliessend erledigten die anderen 3 noch diese Aufgabe, wobei Marco und Kira den souveränsten Eindruck hinterließen.

Ach ja, spielen mussten die Kids auch noch, und da zeigte sich, dass trotz des erheblichen Altersunterschieds unsere Mädels sehr gut mitspielen konnten und technisch so mancher älteren Spielerin weit voraus waren. 

Glückliche Gesichter!

Wir freuen uns also über 6 neue D-Lizenz Schiedsrichter der STG.

Sie wurden anschließend trotz 8 stündiger Dauer des Lehrgangs von Klaus noch zu einem Eis eingeladen, denn Eis geht immer.

Eis geht immer! Die neuen D-Lizenzer!

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Um in der Landesliga pfeifen zu dürfen, benötigt man die Schiedsrichter C-Lizenz. Die Ausbildung dazu ist 2 geteilt. Zunächste als C-Ausbildung, dannach die C-Prüfung.

Zwischen den Lehrgängen müssen mindestens 3 Monate liegen.

Im letzten Jahr erwarben Alina und Anne aus der Damenmannschaft die C-Ausbildung.

In diesem Jahr, am kommenden Samstag werden die Beiden versuchen die C-Prüfung zu bestehen, und Louisa, Corinna und Annika werden die C-Ausbildung besuchen.

Wir halten allen 5 Damen die Daumen. Davon später mehr.

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