Westdeutsche Jugendmeisterschaft U16w in Lüdinghausen
25.03.2026 von Ralph-Peter Bernhard
Über die bevorstehenden Westdeutschen Jugendmeisterschaften im Volleyball berichtet Elmar Brandt in der heutigen Ausgabe der Aachener Zeitung auf einer ganzen Seite:
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„Die Westdeutsche ist was Besonderes“ – junge Volleyballerinnen freuen sich auf großes Turnier
Volleyball: Gleich acht Mannschaften aus der Region fahren in diesem Jahr zu den Westdeutschen Jugendmeisterschaften. Am Wochenende schlagen die weiblichen U16-Teams des PTSV Aachen und der Stolberger TG auf.

Gleich acht Nachwuchsvolleyball-Mannschaften aus der Region sind in diesem Jahr für die Westdeutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert. Der PTSV Aachen nimmt in allen sechs weiblichen Altersklassen teil. Zudem haben sich eine Mädchenmannschaft der Stolberger TG und ein Jungenteam des Dürener TV qualifiziert.
Während die weibliche U20 das entsprechende Turnier bereits gespielt hat und in Rheine unter zwölf Mannschaften auf Platz sieben landete, steht am kommenden Wochenende die „Westdeutsche“ für die weiblichen U16-Teams an. Und da sind mit dem PTSV Aachen und der Stolberger TG gleich zwei Mannschaften aus der Region vertreten. Beide haben die Saison in der Oberliga gespielt, PTSV wurde mit acht Siegen in acht Partien Erster, die Stolberger landeten mit fünf Siegen auf Platz vier. Für die Stolberger TG ist es nach der letzten Teilnahme einer Mannschaft bei der Westdeutschen Jugendmeisterschaft im Jahr 2018 ein großer Erfolg.
Qualifikation über zwei Runden
Die Qualifikation für die Westdeutsche Jugendmeisterschaft erfolgt über zwei Runden, A und B. Bei den A-Turnieren spielen immer jeweils ein Erster, Zweiter, Dritter und Vierter aus der Oberliga gegeneinander. Das erste Spiel ging für die Stolberger beim Wettbewerb im südlichen Münsterland verloren, die anderen beiden Partien gewannen sie und kamen als Zweiter in die B-Runde. „Die Mädels waren alle sehr nervös“, sagt Klaus Steinmetz, Trainer der Stolberger U16w, über die ersten Ballwechsel beim Qualifikationsturnier. Seine Spielerinnen steigerten sich jedoch und schafften den Erfolg.
Beim B-Turnier war in Stolberg „die Hölle los“, wie Steinmetz berichtet. Er hatte sich mit der Stolberger TG um die Ausrichtung des Wettbewerbs mit 16 Mannschaften beworben und den Zuschlag erhalten. Mit dem Heimvorteil wuchsen die Spielerinnen über sich hinaus und qualifizierten sich für die Westdeutsche Jugendmeisterschaft in Lüdinghausen. Dort wartet am kommenden Wochenende starke Konkurrenz, denn die ersten vier Mannschaften der NRW-Liga sind gesetzt, dazu kommen acht Mannschaften aus den Qualifikationsrunden, so auch die U16w des PTSV Aachen, die sich ebenfalls über die A- und B-Runde durchsetzen konnte.
„Die Quali A war noch relativ einfach, aber beim B-Turnier ging es schon gegen starke Gegner“, sagt PTSV-Trainer Marc Van den Berghen. Während die Stolberger sich bei der Westdeutschen Meisterschaft nun als Außenseiter sehen, hoffen die PTSVer schon, nach den beiden Spielen in der Dreiergruppe mindestens als Zweiter um die Plätze eins bis acht mitspielen zu können.
„Es gibt in Nordrhein-Westfalen in der Altersklasse U16w etwa 167 Mannschaften. Da ist es schon ein großer Erfolg, jetzt unter den besten zwölf zu sein“, sagt Van den Berghen. „Die Westdeutsche ist was Besonderes, das ist ein Highlight“, sagt der Coach. Aus sportlicher Sicht sind Teilnahme und Ergebnisse wichtig, weil die Vereine dort Punkte sammeln können für die Rangliste, nach der jährlich die Ligazugehörigkeit erteilt wird.
Sowohl für die Aachener, als auch für die Stolberger, wird die „Westdeutsche“ am Wochenende zu einem schönen Familienevent. Bereits am Freitag geht es für beide Delegationen nach Lüdinghausen, wo am Samstag und Sonntag gespielt wird. „Wir sind mit 14 Spielerinnen und 24 Eltern vor Ort“, freut sich Van den Berghen über die große Beteiligung der Erziehungsberechtigten. Auch Klaus Steinmetz ist dankbar für das Engagement aus seiner Elternschaft, die die Spielerinnen mit PKW ins Münsterland bringt und diese natürlich auch bei den Spielen in der Halle anfeuern wird. Insgesamt besteht die Stolberger Gruppe aus etwa 35 Personen. „Wir werden mit Sicherheit zu hören sein“, prophezeit Steinmetz.
Der Stolberger Trainer hat versucht, sein Team optimal auf die schweren Aufgaben vorzubereiten. „Ich mache aktuell viel Blocktraining“, sagt der erfahrene Coach. Außerdem bilde in den Übungseinheiten die Annahme einen Schwerpunkt. Die Stärken der Stolbergerinnen liegen laut Coach im Aufschlag. Ansonsten geht es während der Vorbereitung vor allem darum, die Köpfe der jungen Spielerinnen freizubekommen. „Sie haben schon so zwei Wochen gebraucht, um zu realisieren, dass wir wirklich dahinfahren“, erzählt Steinmetz.
